Engadin, Tessin, Wallis, Dampfbahn Furka Bergstrecke

Dienstag 06.09. :

 Wie schon gestern erwähnt, mussten wir heute Abschied nehmen von unserer Traum-Golflodge. Aber alles geht einmal zu Ende und so verliessen wir St. Martin in Richtung Meran. Kurz vor der Schweizer Grenze machten wir einen kurzen Stopp bei der Burgruine Lichtenberg. Wie üblich war der Verkehr ziemlich schleichend und das änderte sich erst nach der Grenze. Danach ging es doch ein bisschen zügiger vorwärts. Über den Ofenpass fuhren wir nach St. Mortiz, welches wir aber zuerst links liegen liessen um zum Silvaplanersee weiter zu fahren.

Dieser See ist ein Surfer-Pardies. Der ganze See wird von Surfern, Kitesurfern und vielen anderen, die es lernen möchten, belagert. Anscheinend gibt es neu eine Variante: Auf dem Surfbrett mit einer Art Gummiboot, welches direkt mit den Händen gesteuert wird. Na ja, jeder, wie er es gerne möchte...

Danach fuhren wir zurück nach St. Moritz um in unser heutige Domizil (gleich neben der Signalbahn ) einzuchecken. Ein kleines, herziges Hotel. Nach ein paar Schritten sind wir aber schon zurück ins Hotel gegangen und haben uns einen kleinen Apéro an der Hotelbar gegönnt. Anschliessend liessen wir unsere Seele und die Beine ein bisschen im Hotelzimmer baumeln.

Als uns der Hunger zu fest plagte, gingen wir noch einmal in die kleine Bar um nachher das Nachtessen einzunehmen. Wir haben schon vorher reserviert, weil es in der nähreren Umgebung kein Restaurant gab, das uns zugesagt hätte. Diese Entscheidung war aboslut richtig. Das Essen war super lecker (Terrine, Involtini und Caramel-Chöpfli).

Jetzt sind wir auf unserem Zimmer und versuchen, euch auf dem Laufenden zu halten.

Morgen geht es dann weiter nach Minusio im Tessin (welchen Weg wir nehmen werden, seht ihr dann später...😉

 

Mittwoch 07.09. :

Auch heute stärkten wir uns zuerst am Frühstücksbuffet, bevor unsere Reise weiterging.

Wieder dem Silvaplana- und Silsersee entlang fuhren wir zuerst über den Malojapass in Richtung Chiavenna. Das Wetter war leider, wie vorhergesagt, ziemlich trüb und wolkenverhangen. Aber nutzt ja nichts, da mussten wir durch. Bevor wir nach Chiavenna (Italien) kamen, machten wir einen kleinen Stop beim "Cascate dell'Acquafraggia". Ein wunderschöner Wasserfall. Aber leider kam nicht mehr sehr viel Wasser herunter. Nach Chiavenna ging es dann weiter über den Splügenpass, vorbei an mehreren Stauseen, nach Splügen. Da wir noch genügend Zeit hatten, erklommen wir noch einen weiteren Pass: den San Bernardino. Auf dem Weg begleiteten uns immer mehr Wolken und es wurde immer dunkler. In der Sonnenstube der Schweiz hat dann der Himmel seine Schleusen geöffnet und der angekündigte Regen kam..

Zum Glück aber hielt der Regenschauer nicht sehr lange an. Also beschlossen wir, unser Hotelzimmer in Minusio zu beziehen, einen kleinen Apéro zu uns zu nehmen und fuhren anschliessend nach Locarno, um unseren Hunger zu stillen. Die Lust nach Pasta war so gross, dass wir uns schon vorher eine Pizzeria rausgesucht haben, die uns mit Spaghetti Carbonara verwöhnte.

Dann gings zurück in Hotel. Eigentlich wollten wir die Homepage bei einem Glas Wein/Bier auf den neusten Stand bringen. Aber da wir für ein Bild etwa 3 Minuten benötigen, ging dieser Plan nicht auf. Und wir sind nun im Zimmer und versuchen, alle Fotos herunter zu laden. Dauert vielleicht noch ein Weilchen....
Morgen geht es dann weiter nach Oberwald.

 

Donnerstag 08.09. :

Letzte Nacht hat uns die Gewitterfront voll erwischt. Der Himmel wurde permanent von Blitzen erhellt und das Donnergrollen erfüllte die ganze Nacht. Zum Glück verzog sich dieses Gewitter aber am Morgen und die Sonne kam zum Vorschein. Darum gibt es heute auch sehr viele, schöne Fotos zu bestaunen....

Das Frühtstück heute war klein, aber fein und so starten wir unsere Reise wie geplant. Durch das Centovalli fuhren wir vorbei an vielen, kleinen herzigen Dörfen. Den ersten Halt machten wir bei Intragna, ein Dörfchen so richtig in den Hang gebaut mit einer schönen Kirche. Wenn wir aber geglaubt haben, schöner geht es nicht mehr, kamen wir nach Re. Die Wallfahrtskirche der Madonna del Sangue ist wirkliche beeindruckend. Und irgendwie rechnet man in diesem Tal nicht mit so einer imposanten Kirche...

Danach ging die Fahrt weiter (fast) nach Domodossola in Italien. Der Unterschied zwischen Italien und der Schweiz ist hier bei den Strassen deutlich sichtbar. Sind diese in der Schweiz schön asphaltiert, ändert sich dies in Italien schlagartig. Löcher, holprig, uneben....

Kurz vor Domodossola bogen wir ab und nahmen den Simplonpass unter die Räder. Wir kannten diesen Pass beide vorher noch nicht und warten erstaunt, wie schön dieser ist....

Der Pass endet in Brig, welches wir aber umfahren haben und ins Obergoms steuerten. Eine wunderbare Strecke. Dörfer bestehend nur aus schönen, alten Holzhäusern. Schliesslich erreichten wir unser heutiges Tagesziel: Oberwald, wo wir unser Hotelzimmer im Hotel Furka bezogen. Nach einem kleinen Spaziergang durch das Dorf genehmigten wir uns einen Apéro um uns anschliessend ein bisschen auszuruhen. Dann ging es zum Abendessen. Einmal Gordon Bleu und einmal Walliser Käseschnitte. Lecker....!

Morgen wird dann das Geburtstagsgeschenk (eines davon) von Peti eingelöst. Lasst euch überraschen und schaut morgen wieder rein...

 

Freitag 09.09. :

Wie gestern erwähnt, lösten wir heute ein Geburtstagsgeschenk für Peti ein.

Gemäss Wetterbericht sollte das Wetter mogens noch schön sein und gegen Abend sollte dann der Regen einsetzen. Als wir morgens aufstanden, war es bewölkt und dunkel und sah überhaupt nicht nach dem aus, was der Wetterbericht vorhersagte. Aber egal, ab zum Frühstück und mal sehen, was da so kommt...

Nach dem Frühtstück machten wir uns auf den Weg zum naheliegenden Bahnhof der Dampfbahn Furka Bergstrecke!  Und siehe da, es wurde zunehmend sonniger...

Und so starteten wir unsere Reise, wie anno dazumal vor 100 Jahren. Erster Klasse mit einem Glas Champagner und das gemeine Volk reiste in der zweiten Klasse mit.... 😉

Wir haben erwartet, dass es mit dem Dampflok von Anfang an los geht, aber der erste Abschnitt wurde mit einer Diesellok bewältigt. Dies, weil bis heute noch Waldbrandgefahr bestand. Aber heute wäre dies nicht mehr der Fall, aber es müsste immer ein Feuerlöschzug mitfahren. Die Zeit um das Personal dafür aufzubieten war zu kurz, und darum wurde die Diesellok erst in Gletsch durch eine Dampflok ersetzt. Dann begann diese spannende Reise. Es war wirklich ein Erlebnis. Das Wetter wurde immer besser und so konnten wir auf dem Furkapass zig Fotos von unserer Dampflok machen. Einfach genial. In Realp angekommen hatten wir ein wenig Zeit und konnten dann miterleben, wie die Wagen wieder ausgetauscht wurden und dann ging die Reise auf demselben Weg wieder zurück. Auf dem Furkapass mussten wir dann ziemlich lange warten, weil ein Waggon des entgegenkommenden Zuges ausgetauscht werden musste. Aber während des ungeplanten Haltes haben wir noch einige Murmeltiere gesehen...

Dann ging es wie geplant weiter nach Gletsch, wo die Diesellok wieder den Job der Dampflok übernahm. Und dann kamen wir auch schon wieder in Oberwald an.

Wieder zurück im Hotel gab's einen kleinen Apéro und schon wenig später ging es zum Nachtessen. Diesmal gab es Kalbsgeschnetzeltes mit Spätzli und ein Galloway Rindsfilet im Teig mit Röschtikroketten. Echt fein....

Nun sitzen wir im Zimmer, aktualisieren die Homepage und trauern unseren Ferien nach, denn morgen geht es zurück nach Hause.

Aber wie ihr gesehen habt, startet im November unser nächstes Abenteuer...

Morgen dann noch Fotos zum Schluss unserer Ferien.

 

Samstag 10.09. :

So, der letzte Tag unserer Ferien ist gekommen. Also ab zum Frühstück und die restlichen Sachen packen...

Da das Wetter ziemlich bescheiden war, liessen wir uns diesmal duch den Furka Basis-Tunnel fahren. Diesen Verlad haben wir noch nie gemacht und er dauerte knapp 15 Minuten. In Realp angekommen haben wir gesehen, dass eine schön geschmückte Dampfbahn bereitstand. Natürlich wollten wir uns dies nicht entgehen lassen und machten noch ein paar zusätzliche Fotos. Viel mehr sollte es heute auch nicht mehr geben.

Danach fuhren wir relativ direkt über Andermatt, Göschenen (vorbei am Stau in Richtung Süden) über die  Autobahn zurück nach Hause.

Da sind wir nun wieder und gehen den Pflichten nach, die das Ende der Ferien mit sich bringt: auspacken, waschen, aufräumen, etc.

Aber es waren wunderschöne Ferien und wir freuen uns schon auf die bevorstehende Reise nach Südamerika.

Wir hoffen, es reisen ein paar von euch wieder mit....