Schiff Kap Hoorn / Punta Arenas :
Donnerstag 17.11. Kap Hoorn und Wulaia-Bay :
Heute steht unser Highlight auf dem Programm: das sagenumwobene Kap Hoorn. Pünktlich sassen wir warm eingepackt (es ist saukalt und extrem windig) und mit Schwimmweste am Treffpunkt. Aber der Gesichtsausdruck der Guides, welche jeweils die Wetterbedingungen checken, verhiess nichts Gutes: wegen zu starkem Wellengang wurde der Ausflug abgesagt... sniff...
Aber es ist eh selten, dass man am Kap Hoorn an Land gehen kann. Aber stattdessen, was sicher noch seltener vorkommt, umrundeten wir das Kap und waren daher wahrscheinlich südlicher als der südlichste Punkt!
Am Nachmittag ging es dann mit den Zodiacs zur Wulaia-Bucht. Für mich war es die erste Zodiac-Fahrt, aber cool. Dort konnte man verschiedene Wanderungen machen. Ich entschied mich für die Leichte und Peti erklomm einen höher gelegenen Aussichtspunkt. Auch dies ein wunderschöner Platz mit Ausicht auf die Bucht. Natürlich lernten wir auch viel über die Natur Feuerlands.
Dann gings wieder zurück aufs Schiff, wo wir es uns am Abend wieder gut gehen liessen.
Übrigens ist auf dem Schiff alles inbegriffen, echt cool..
Freitag 18.11. Pía-Gletscher und Porter-Gletscher :
Heute stehen zwei Gletscher auf dem Programm: der Pia-Gletscher und der Porter-Gletscher. Zum ersten wurden wir wieder mit den Zodiacs hingebracht und konnten dann an Land. Über glatte Steine ging es zuerst hinauf auf einen Aussichtspunkt. Die Aussicht auf den Gletscher und die Bucht war einfach genial. Hier stossen sie wirklich bis ins Meer vor. Anschlissend ging es wieder hinunter, wo wir die Gletscherfront direkt vor der Nase hatte, super! Mit den Zodiacs wieder zurück zum Schiff, Mittagessen und wieder ab in die Zodiacs. Den Porter-Gletscher besichtigten wir nur von den Zodiacs aus. War auch sehr speziell. Zumal dieser Gletscher sehr aktiv war und viel kalbte. Da brachen doch recht grosse Stücke ab. Das klingt, wie wenn eine Kanone abgefeuert wird. Dies Erfahrung werden wir so schnell nicht vergessen...
Aber auch dieser Ausflug muste mal enden und so ging es wieder zu unserem Schiff.
Nach einem gemütlichen Abendessen gingen wir zurück in unsere Kabine um noch ein paar Stunden Schlaf zu bekommen.
Samstag 19.11. Aguila-Gletscher und Cóndor-Gletscher :
Auch heute standen zwei Gletscher auf dem Programm. Aber heute mussten wir uns wirklich warm anziehen. Es war so kalt, feucht und windig, dass wir unsere Thermowäsche, Handschuhe, Regenhose- und Jacke und Mütze rausholen mussten. Immmerhin haben wir diese Sachen nicht umsonst eingepackt! Also los zum Condor-Gletscher. Diesen besichtigten wir wieder vom Boot aus. Man fährt in die Bucht rein und sieht den Gletscher vor sich. Jedes Mal wieder eindrücklich. Auch verschiedene Vögel waren dort zu sehen, wie zum Beispiel der Blau-Augen Kormoran.
Den Aguila-Gletscher besuchten wir nach dem Mittagessen an Bord. Die schwarzen Schlauchboote brachten uns an Land. Von hier aus liefen wir am Strand entlang in die Bucht, wo uns wieder die Front eines rieisigen Gletschers anstrahlte.
Auf dem Weg dahin liefen wir noch ein kleines Stück durch den patagonischen Regenwald. Auch sehr interessant. Beim Gletscher mussten natürlich die Fotos geschossen werden, zumal doch auch die Sonne zwischendurch vom Himmel lachte.
Dann wurden die Zodiacs wieder befüllt und es ging heim aufs Schiff.
Da heute unser letzer Abend auf der Australis war, darf natürlich das Kapitäns-Dinner nicht fehlen.
Anschliessend wurde die Flagge der Australis verlost und man konnte die Seekarte, wo die Route ums Kap Hoorn (und Einträge des Kapitäns) drauf waren, ersteigern. Wir hätten sie gerne gehabt, aber sie findet nun in Montreal ein neues Zuhause!
Danach gingen wir schlafen, da morgen Früh noch der letzte Ausflug auf dem Programm steht..
Sonntag 20.11. Isla Magdalena, Punta Arenas (Ausschiffung) und Puerto Natales :
Heute müssen wir also, wie erwähnt, unser Schiff verlassen. Aber vorher brachten uns die Zodiacs (wir werden diese Dinger noch vermissen) auf die Isla Magdalena. Auf dieser Insel gibt es eine riesige Kolonie von Magellan Pinguinen (und noch viel mehr Möwen). Diese wackeln gemütlich über die Insel und überqueren auch die markierten Wege. Süsse Gesellen. Der Rundweg führt auch zu einem Leuchturm, welcher natürlich den höchsten Punkt der Insel bildet.
Aber dann fuhr die Australis in den Hafen von Punta Arenas ein und wir verliessen das Schiff. Da wir nun offiziell chilenischen Boden betraten, mussten wir noch eine Pseudo-Immigration über uns ergehen lassen. Aber dann wurden wir auch schon von unserer neuen Reiseleiterin in Empfang genommen und der Bus fuhr uns zu Estancia Cerro Negro. Hier gab es Asado (Lammbraten vom Spiess) und wir erfuhren mehr über das chilenische Farmerleben (inkl. Schafschur). Aber dann war es Zeit, unser heutiges Hotel in Puerto Natales anzusteuern. Dieses liegt am "Fjord der letzten Hoffnung", woher dieser Name auch kommem mag.
Das Abendessen fällt heute aus, da es nichts Kleines gibt und wir eh zuviel gegessen haben. Und natürlich müssen wir euch wissen lassen, was wir in den letzten Tagen (ohne Internet) erlebt haben....
Bis morgen