Island

Sonntag 12.09.2021 : Hinreise FI 0569  (14:05-15:55)

Heute starteten wir also zu unserem zweiten Island-Abenteuer...

War es in Zürich noch schön, wurde es schlechter, je näher wir Island kamen. Einmal angekommen war es dann doch ziemlich ungemütlich 😠

Es hat geregnet, gestürmt und war einfach nur nass. Und es war auch niemand vom Reiseveranstalter zu sehen. Das scheint hier üblich zu sein! Schon beim letzten Mal war die Ankunft in Reykjavik chaotisch, aber was soll's...

Also ab zum Flybus und zum Hotel. Etwas kleines Essen und nun haben wir uns in unserem Minizimmer eingerichtet und hoffen, dass uns morgen schöneres Wetter erwartet... 

Montag 13.09.2021 : Goldener Kreis–Südküste

Nach einer stürmischen Nacht ging es heute mit der Rundreise los...

Noch immer stürmisch und regnerisch. Aber die Hoffnung stirbt zuletzt! Also los zum ersten Höhepunkt: Thingvellir, der Ort, wo die amerikanische und dir eurasische Platte Island langsam entzweit. Und es regnet und windet weiter...

Nächster Halt: Gullfoss Wasserfall und Geysir Strokkur, noch immer mit Regen und Wind, langsam ist jedes Kleidungsstück nass, aber weiter...

Der Seljalandsfoss (hinter diesem Wasserfall kann man durchlaufen) und Skogarfoss (heute braun statt weiss) waren die nächsten Punkte auf der Liste. Wetter noch immer nicht viel besser, aber Kleider ein bisschen nässer.

Dann noch ein weiterer Halt beim schwarzen Strand von Dyrholaey. Und tatsächlich haben wir die Sonne gesehen, aber sie wollte nur schauen, wo sie als Nächstes hinregnen möchte. 

Dann waren wir nur noch froh, endlich aus den nassen Klamotten raus zu kommen.

Danach ging's zum Abendessen, wo wir uns dann zum ersten Mal mit ein paar Leuten aus der Gruppe unterhalten konnten. Und jetzt sind wir müde und freuen uns auf unser Bett und wir hoffen auf besseres Wetter ☀️☀️☀️🌧🌧🌧

Dienstag 14.09.2021 : Nationalpark Skaftafell–Gletscherlagune

Ratet mal, wie das Wetter heute morgen war... ja, es hat geregnet. Aber wir sind ja schlauer geworden und haben uns gleich nach dem Frühstück in die Regenhose- und jacke gezwängt.

Los ging es heute mit der Fahrt zum Nationalpark Skaftafell am Fusse des Gletschers Vatnajökull. Und siehe da, es hat nicht mehr durchgehend geregnet und wir wanderten bei beinahe trockenem Wetter zu der Gletscherzunge. Es war auch diesmal atemberaubend, einfach genial...

Danach fuhren wir weiter zu der Gletscherlagune Jökulsarlon. Auf dem Weg dorthin schien tatsächlich die Sonne. Frohen Mutes stiegen wir in das Amphibienfahrzeug, welches uns durch die Lagune manövrierte und schon kurz darauf fing es wieder zu Regnen an.... das Wetter meint es noch nicht so richtig gut mit uns. Immerhin konnten wir bei ein paar Sonnenstrahlen die Eisskulpturen am Meeresstrand fotogrfieren, ein kleiner Erfolg. 

Jetzt sitzen wir nach einem gemütlichen Abendessen im Zimmer und genehmigen uns einen kleinen Absacker. Mal sehen, was uns Morgen erwartet...

Mittwoch 15.09.2021 : Ostfjorde

Wir haben diese Nacht in der Nähe von Höfn verbracht und sind nach dem Frühstück als Erstes ins Städtchen gefahren ( bei leichtem Regen...). Dort haben wir ein kleines Museum besucht, haben ein paar Fotos gemacht und dann ging es los. Sind wir bis jetzt der Sonne immer hinterher gefahren, haben wir sie heute endlich eingeholt. Mit Sonnenschein strahlt die Landschaft in tausend verschiedenen Grün- und Brauntönen. Einfach ein gewaltiges Farbenspiel!

Entlang der Ostfjorde fuhren wir weiter bis nach Djupivogur, einem kleinen Fischerdorf. Eine Sehenswürdigkeit sind die Steineier (nachgemachte Eier von einheimischen Vögeln), welche natürlich grösser sind, aber proportional stimmen. Weiter ging die Fahrt entlang der Küste zum Sveinsstekksfoss, durch einen der wenigen Tunnels und weiter  nach Reydarfjördur. Von dort nahmen wir die letzte Etappe nach Egilsstadir unter die Räder.

Nach dem Einchecken haben wir gemütlich zu Abend gegessen und Einige sind nun auf der Jagd nach Polarlichtern. Hoffentlich werden sie fündig.. wir haben nichts gesehen..

Donnerstag 16.09.2021 : Dettifoss–Mývatn

Zum ersten Mal seit Beginn der Reise regnete es heute Morgen einmal nicht. Es war windig, aber trocken.

Wir verliessen Egilsstadir und fuhren ins östliche Hochland. Es ist kaum zu glauben, wie eine karge Vegetation noch karger werden kann... aber es geht! Den ersten Stopp machten wir beim Rjukandafoss. Ein schöner, aber verhältnismässig kleiner Wasserfall. Danach fuhren wir weiter nach Mödrudaldur, dem höchstgelegenen Hof Islands. Nebst vielen Hunden hat die Familie auch einen kleinen Polarfuchs, echt süss...

Nach einer Mittagspause ging es weiter zum Dettifoss, dem mächtigsten Wasserfall Europas. Nicht die Höhe ist beeindruckend, aber bei keinem anderen Wasserfall stürzen so viel m3 Wasser hinunter, wie beim Dettifoss. Der zweite Wasserfall in dieser Kategorie ist übrigens der Rheinfall! Ein bisschen weiter konnte man noch den Selfoss sehen, welcher vor allem durch seine Breite beeindruckt.

Nächster Halt war beim Zentralvulkan Krafla. Wenn man den ca. 20 minütigen Aufstieg schafft, hat man einen unglaublich schönen Blick auf die weitreichenden Lavaströme...

Einfach genial.

Bevor wir unser heutiges Ziel Myvatn ansteuerten, gings noch zu den bizarren Lavaformationen von Dimmuborgir (das Zuhause der 13 Weihnachtsmänner).

Danach beendeten wir den heutigen Tag mit einem Nachtessen im Fosshotel. War mega lecker und wir freuen uns bereits auf das Buffet am Morgen...

Freitag 17.09.2021 : Goðafoss–Akureyri, Walbeobachtung

Leider war das Wetter heute Morgen wieder schlechter. Aber nützt ja nichts und so starteten wir in den heutigen Tag. Nicht weit vom Hotel entfernt gibt es so genannte Pseudokrater. Also war unser erster Stopp bei Skutustadir. Bei einem ca. 20 minütigen Rundgang konnte man die von Lava geformte Landschaft bestaunen: Hügel, schwarze Hänge, Seen und Schafe... das Alles fast ohne Regen!

Danach ging es weiter zum wohl spektakulärsten Wasserfall Islands, dem Godafoss (Götter Wasserfall). Trotz des noch immer nicht ganz schönem Wetter ein einmaliges Erlebnis!

Dann kamen wir bereits nach Akureyri, der grössten Stadt im Norden Islands.

Zuerst schlenderten wir durch den botanischen Garten und anschliessend liefen wir zur Stadtkirche Akureyrarkirkja. Leider konnte man diese nur von aussen bestaunen.

Nach ein paar Stunden Freizeit stand ein Whale-Watching auf dem Programm. Und siehe da: beim zweiten Anlauf haben wir tatsächlich einen Buckelwal gesehen. Man könnte meinen, besser geht es nicht mehr. Doch, es geht noch besser: vor dem Hotel haben wir am Abend tatsächlich noch Polarlichter gesehen. Nicht so Üppige, aber immerhin...

Was für ein Tag, einfach unvergesslich! 🤗🤗🤗

Samstag 18.09.2021 : Skagafjörður–Reykjavík

Am heutigen letzten Reisetag meinte es das Wetter wieder gut mit uns. Bei strahlendem Sonnenschein und stahlblauem Himmel verliessen wir Akureyri. Unser erstes Ziel erreichten wir nach einer Fahrt quer durchs Land: Öxnaladur, eine markante Bergspitze, welche sich vom normalen Bergmassiv abhebt...

Anschliessend besuchten wir das Museum Glaumbae. Ein paar alte Torfhäuser mit entsprechend alten Gebrauchsgegenständen. Genial!

Nur ein paar Minuten weiter besichtigten wir eine der wenigen, noch erhaltenen Torfkirchen, die Vidimyrarkirkja. Leider durfte man nicht nach Drinnen, dafür waren draussen ein paar Islandpferde zum Streicheln nahe...

Weiter ging's, bei immer schlechter werdendem Wetter zum Kolugljufur-Wasserfall. Auch dieser Ort lohnt sich, auch wenn dieses Land gefühlte 100'000 Wasserfälle hat. Danach setzten wir unsere Fahrt ohne weitere Stopps nach Reykjavik fort. Noch eine kurze Stadtrundfahrt und dann hiess es Abschied nehmen von unserer Reiseleiterin und dem Fahrer. Im selben Hotel wie zu Beginn unserer Reise, assen wir etwas Kleines auf dem Zimmer und sitzen jetzt in der Bar und geniessen einen letzten Schlummertrunk in Island. Morgen werden wir bereits um 4:00h in der Früh abgeholt und fliegen dann zurück.

Auch beim zweiten Mal war Island einfach wunderschön und wir werden ganz sicher wieder zurückkommen...

 

Sonntag 19.09.2021 : Rückreise FI0568 (07:20-13:05)

Also, nach einer kurzen Nacht (wir sind kurz nach 3 Uhr aufgestanden) wurden wir pünktlich zum Flughafen gebracht. Dort herrschte ein grosses Chaos und bis wir alles erledigt haben, war es schon Zeit zum Einsteigen. Aus dem dringend gebrauchten  Kaffee wurde leider nichts.

Auch am Himmel war rege Bewegung..., wir konnten diverse Flieger sehen: über uns, neben uns, unter uns.... einfach überall.

Aber wir hatten eine coole Woche mit einer tollen Reisegruppe. War echt schön, viele neue Leute kennen zu lernen, Danke an alle!

Nun sind wir wieder zu Hause und freuen uns bereits auf unsere nächste Reise!